
Dunkles Weizenbier
Dunkles Weissbier
Deutsches Weizenbier10A
Weissbier
Ein helles, erfrischendes, leicht gehopftes deutsches Weizenbier mit hoher Kohlensäure, trockenem Abgang, lockerem Mundgefühl und einem ausgeprägten Bananen-Gewürznelken-Hefegärungsprofil.
2–6 SRMAlkohol · ABV
4.3–5.6%Bittere · IBU
8–15Farbe · SRM
2–6Anfangsdichte · OG
1.044–1.053Enddichte · FG
1.008–1.014Die Wertebereiche beschreiben einen Stil, kein einzelnes Bier. Die Farbe ist eine Näherung. Licht und Glasform beeinflussen den Eindruck.
Helle stroh- bis goldgelbe Farbe. Sehr dichte, moussierende, lang anhaltende weiße Schaumkrone. Kann trüb sein und einen Anschein von Weizen und Hefe aufweisen, der sich jedoch in der Flasche absetzen kann.
Mäßige bis starke Ester und Phenole, typischerweise Banane und Gewürznelke, oft gut ausgewogen aber typischer weise stärker als die Malznoten. Leicht bis mäßig brotiges, teigiges oder getreidiges Weizenaroma. Leichte Vanille optional. Leichte blumige, würzige oder krautige Hopfennoten optional. Kaugummi (Erdbeere mit Banane), Sauerkeit oder Rauch sind Fehler.
Schwaches bis mäßig starkes Bananen- und Gewürznelken-Aroma, oft gut ausgewogen. Geringes bis mäßiges weiches, etwas brotiges, teigiges oder getreidiges Weizenaroma, unterstützt durch eine leichte getreidige Süße des Pilsmalzes. Sehr geringe bis mäßig geringe Bittere. Abgerundeter, geschmackvoller Gaumen mit relativ trockenem Abgang. Leichte Vanillenote möglich. Sehr geringes blumiges, würziges oder kräuterartiges Hopfenaroma möglich. Jeder Eindruck von Süße ist eher auf eine geringe Bittere als auf eine Restsüße zurückzuführen; ein süßer oder schwerer Abgang beeinträchtigt die Trinkbarkeit. Kaugummi, Säuerlichkeit oder Rauch sind Fehler. Das Profil von Banane und Gewürznelke ist zwar wichtig, sollte aber nicht so stark sein, dass es extrem und unausgewogen wirkt.
Mittel-leichter bis mittlerer Körper, nie schwer. Flauschige, cremige Fülle, die in einen leichten, spritzigen Abgang übergeht, der durch eine hohe bis sehr hohe Kohlensäure unterstützt wird. Sprudelnd.
Obwohl Bayern eine Weissbiertradition hat, die bis in die Zeit vor 1500 zurückreicht, war das Brauen von Weissbier früher ein Monopol, das den bayerischen Königen vorbehalten war. Das moderne Weißbier stammt aus dem Jahr 1872, als Schneider mit der Herstellung seiner bernsteinfarbenen Version begann. Helles Weissbier wurde jedoch erst in den 1960er Jahren populär (obwohl der Name in Deutschland historisch gesehen auch für Bier aus luftgetrocknetem Malz verwendet werden kann, was eine andere Tradition darstellt). Heute ist es recht beliebt, vor allem in Süddeutschland.
Weizenmalz, mindestens die Hälfte der Schüttung; Pilsner Malz. Traditionelle Dekoktionsmaische. Weizenhefe, kühle Gärungstemperaturen.
Im Vergleich zu American Wheat hat es einen Bananen- und Gewürznelken-Hefecharakter und weniger Bittere. Im Vergleich zu einem Dunklen Weizenbier hat es eine hellere Farbe, weniger Malzreichtum und -geschmack.
Anmerkungen
Auch als Hefeweizen oder Weizenbier bekannt, insbesondere außerhalb Bayerns. Diese Biere werden am besten jung und frisch getrunken, da sie oft nicht gut reifen. In Deutschland sind leichte und alkoholfreie Varianten mit geringerem Alkoholgehalt beliebt. Kristallbiere werden gefiltert, damit sie besonders klar sind.