
Belgisches Pale Ale
Belgian Pale Ale
Belgisches Ale24A
Witbier
Ein helles, trübes belgisches Weizenbier mit Gewürzen, die den Hefecharakter betonen. Ein delikates, leicht gewürztes, mittelkräftiges Bier, das mit seiner hohen Kohlensäure, dem trockenen Abgang und der leichten Hopfung ein erfrischendes Sommergetränk ist.
2–4 SRMAlkohol · ABV
4.5–5.5%Bittere · IBU
8–20Farbe · SRM
2–4Anfangsdichte · OG
1.044–1.052Enddichte · FG
1.008–1.012Die Wertebereiche beschreiben einen Stil, kein einzelnes Bier. Die Farbe ist eine Näherung. Licht und Glasform beeinflussen den Eindruck.
Sehr helle strohgelbe bis tiefgelbe Farbe. Das Bier ist durch Stärketrübung oder Hefe sehr trüb, was ihm einen milchigen, weißlich-gelben Glanz verleiht. Dichter, weißer, moussierender Schaum. Die Haltbarkeit der Schaumkrone sollte recht gut sein.
Mäßig brotige Malzigkeit, oft mit leichten Noten von Honig oder Vanille. Leicht getreidige, würzige Weizenaromen. Mäßig parfümiert-zitroniger Koriander, oft mit einer komplexen Kräuter-, Gewürz- oder Pfeffernote im Hinter grund. Mäßig pikante, zitronig-orangene Fruchtigkeit. Ein geringes würzig-krautiges Hopfenaroma ist optional, aber normalerweise nicht vorhanden. Gewürze sollten sich mit fruchtigen, blumigen und süßen Aromen vermischen und nicht übermäßig stark sein.
Angenehmes brotiges, getreidiges Malzaroma, oft mit Honig- oder Vanillecharakter. Mäßig pikante, orange zitrusartige Fruchtigkeit. Kräuterwürzige Aromen, zu denen auch zitroniger Koriander und andere Gewürze gehören können, sind weit verbreitet, sollten aber subtil und ausgewogen sein und nicht überhand nehmen. Ein würzig erdiges Hopfenaroma kann gering bis gar nicht vorhanden sein und überschattet niemals die Gewürze. Die Hopfenbittere ist gering bis mittelstark und unterstützt die erfrischenden Aromen von Früchten und Gewürzen. Erfrischend rezent mit einem trockenen Abgang und ohne bitteren oder scharfen Nachgeschmack.
Mittelschwerer bis mittlerer Körper, oft mit Geschmeidigkeit und leichter Cremigkeit. Sprudelnder Charakter durch hohe Karbonisierung. Erfrischend durch die Kohlensäure, die Trockenheit und das Fehlen von Bittere im Abgang. Keine Herbheit oder Adstringenz. Darf nicht zu trocken und dünn sein, aber auch nicht zu dick und schwer.
Es gehört zu einer Gruppe mittelalterlicher belgischer Weißbiere aus der Gegend von Leuven, die 1957 ausstarben und 1966 von Pierre Celis bei dem späteren Unternehmen Hoegaarden wiederbelebt wurden. Nach der Übernahme von Hoegaarden durch Interbrew entwickelte sich der Stil schnell weiter und inspirierte viele ähnliche Produkte, die auf die Wiederbelebung des Stils durch Celis zurückgehen, nicht auf die aus den vergangenen Jahrhunderten.
Ungemälzter Weizen (30-60%), der Rest ist farbloses Gerstenmalz. Einige Versionen verwenden bis zu 5-10% rohen Hafer oder andere ungemälzte Getreidearten. Traditionell werden Koriandersamen und getrocknete Curaçao-Orangenschalen verwendet. Es wird gemunkelt, dass in einigen Versionen auch andere geheime Gewürze und süße Orangenschalen verwendet werden. Milde, fruchtig-würzige belgische Ale-Hefe.
Niedrige Bittere mit einer Ausgewogenheit, die einem Weißbier ähnelt, wobei der Gewürz- und Zitruscharakter eher von den Zusätzen als von der Hefe herrührt.
Anmerkungen
Historische Versionen können eine gewisse Milchsäure enthalten, die jedoch in frischen modernen Versionen fehlt. Die Würzung ist vielfältig, sollte aber nicht übertrieben werden. Koriander einer bestimmten Herkunft oder eines bestimmten Alters könnte einen unpassenden Schinken- oder Selleriecharakter verleihen. Das Bier ist leicht verderblich, daher sind jüngere, frischere, gut behandelte Exemplare am besten geeignet. Der Eindruck von Süße ist oft auf die geringe Bittere zurückzuführen, nicht auf Restzucker. Die meisten Exemplare haben etwa 5 %v/v Alkoholgehalt.